Der B�rgermeister von Villanders sorgt sich um uns Wanderer � die Staubentwick-lung auf dem Almweg durch die vielen Autos muss aufh�ren! Logisch: deshalb muss die Almstra�e geteert werden. Die k�nftige Entwicklung ist also vorgezeichnet: die Autos k�nnen vom jetzigen Schritttempo endlich richtig beschleunigen, entlang der Asphaltpiste k�nnen Grundst�cke parzelliert werden und eine bl�hende st�dtebauli-che Entwicklung entlang der Almerschlie�ungsstra�e wird eingeleitet. Tonis Alm-Bar entsteht, Joe�s Blaue Sch�rzen-Boutique kann gebaut werden und Luis� Bauern-speck-Eck wird endlich realisiert. Alle brauchen nat�rlich asphaltierte Stellpl�tze f�r die Kunden. Die Besitzer der aus Heustadeln in Ferienh�user umgebauten H�tteln beschweren sich �ber den L�rm und Schallschutzw�nde m�ssen mit Steuergeldern errichtet werden usw.usw.usw. Wie die Architektur aussehen wird k�nnen wir leicht an der neuen Gasserh�tte erkennen: �berdimensionierter Almkitsch mit Tiefgaragen-schlund.
Wir Wanderer h�tten eigentlich gedacht, dass die Staubentwicklung des Almweges am einfachsten durch ein streng gehandhabtes Fahrverbot unterbunden werden k�nnte damit an den Wochenenden nicht vor jedem H�tterl mehrere schwere Gel�n-dewagen herumstehen und die Alm in eine �Parklandschaft� verwandelt wird. Wir Wanderer erinnern uns auch, dass vor nicht allzu langer Zeit die Zufahrt zur Villande-rer Alm beim damals noch nicht so aufgeblasenen Alpindekohotel Samberger Hof endete und ab da gewandert wurde. Heute fahren Onkel Fritz und Tante Emma aus Deutschland noch einige Kilometer durch den Wald an zahllosen Halteverbotsschil-dern vorbei. Der Grund daf�r ist ein Riesenparkplatz (staubigst!) mit Parkscheinau-tomaten (3.-�) auf der Alm wo die Gemeinde Villanders abkassiert um die Asphaltde-cke anzusparen.
Wir Wanderer schlagen die logische Staubfrei-L�sung vor: Gro�parkplatz beim Sam-berger Hof � dort kommt es nicht mehr drauf an und eine Public-Private-Partnership mit dem Hotelier f�r die Parkautomatenabzocke w�re m�glich. Von dort viertelst�n-lich ein Kleinbusshuttle (Modell Fanesalm) hinauf zur Gasserh�tte � f�r die Fahrt l�h-nen wir gerne 3.- Euro damit oben Ruhe herrscht.
K�nnte sein, dass wir Wanderer sonst einfach wegbleiben und die Alm ganz den Drive-in Gesch�ftemachern �berlassen bleibt.
Andreas Gottlieb Hempel, Brixen