Dolomiten Baukultur 12/2007
Zum Energy Forum 3.-4. Dezember 2007, Brixen S�dtirol
So nannte ein Referent auf dem Energy Forum das Solare Bauen heute, das mit ei-ner unersch�pflichen Ressource zukunftsf�hig ist � und das waren vor der Promi-nenz der Solarindustrie die sich am 3. und 4. Dezember im Brixner Forum versam-melte. Wieder war Brixen f�r zwei Tage S�dtirols Hauptstadt alternativer Energien.
Noch arbeitet Brixen an seinem Leitbild. Kultur, Kirchenmusik, Architekturgeschichte werden sicherlich dazugeh�ren. Aber immer mehr zeigt sich, dass Brixen auf bestem Weg ist ein Modell f�r umweltgerechte Entwicklung in S�dtirol zu werden. Fernhei-zung, Fu�g�ngerzone, Citybus, Radweg- und Wanderwegenetz, modernste Abwas-ser- und Wasserversorgung und die Bem�hungen, die Emissionen des Verkehrs zu verringern (Westumfahrung im Tunnel) sind bereits eine solide Basis daf�r. Nun hatte sich das renommierte Economic Forum Ltd. (London-M�nchen-Bozen) bereits zum zweiten Mal Brixen als Ort f�r das j�hrlich stattfindende zweit�gige Energy-Forum ausgew�hlt.
B�rgermeister Albert P�rgstaller setzte sich mit einer eindr�cklichen Grundsatzrede gleich zur Er�ffnung der Konferenz an die Spitze derer, die in der Nutzung der Son-nenenergie f�r die Versorgung der Bauten die Zukunft sehen. Er brachte das auch als Pr�sident des S�dtiroler Wohnbauinstitutes zu Ausdruck.
In 8 Arbeitsbereichen von �Markt und Perspektiven des Solaren Bauens� �ber �Ge-b�udeintegrierte Photovoltaik� bis hin zu �Heizen und K�hlen mit Sonnenenergie� sprachen 23 Referenten �ber das Thema. In einer Podiumsdiskussion kamen auch die etwa 200 Teilnehmer zu Wort.
Gas, �l und Kohle gehen zur Neige und verursachen zudem sch�dliche Emissionen. Die Technik f�r Solararchitektur und Solares Bauen ist l�ngst aus den Kinderschuhen hinaus und imstande zu vern�nftigen Kosten energetische Alternativen zu bieten. Deutschland und Japan sind derzeit f�hrend in der Anwendung. In Deutschland hat sich die Zahl der Anlagen seit 2006 aufgrund politischer Ma�nahmen um 50% auf rund 1 Mio. erh�ht. Italien liegt dagegen weit zur�ck ist aber auf dem Weg mit staatli-cher F�rderung die Nutzung dieser Energieformen wirtschaftlicher zu gestalten. Wa-ren Bauherren und Architekten noch vor einigen Jahren in Schwierigkeiten gute Pro-dukte zu finden so ist jetzt die Industrie voll eingestiegen. Neue hochinteressante Produktionsbereiche mit sich schnell ausweitendem Markt er�ffnen sich und bieten viele Arbeitspl�tze im High-Tech Bereich. Marktf�hrer sind hier die Japaner gefolgt von den Deutschen. In rasanter Aufholjagd positionieren sich bereits die Chinesen mit eigenen innovativen Produkten f�r einen riesigen Markt der Zukunft, der auch architektonisch interessante Systeml�sungen anbietet. Brixens Politik setzt jedenfalls auf das richtige Pferd � auch was k�nftige Arbeitspl�tze betrifft.
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Andreas Gottlieb Hempel