Die Bezirksgemeinschaft Eisacktal auf dem gutem Weg sozialen Engagements.
Auch wenn die wesentlichen Investitionsziele der vergangenen Jahre erreicht sind, gehen der Bezirksgemeinschaft Eisacktal die Arbeit und neue Aufgaben nicht aus � erfreulicherweise fehlt es infolge der sorgsamen Gesch�ftsf�hrung auch nicht an den dazu erforderlichen Mitteln.
Der Bezirksrat wurde am 24. Oktober zu einer ordentlichen Sitzung einberufen um die zweite �nderung des Haushaltsvoranschlages f�r das Finanzjahr 2008 zu genehmigen. Durch Mehreinnahmen und Fondumbuchungen konnten die Haushaltsans�tze um rund 1.75 Mio. erh�ht werden. Der gr��te Teil der Einnahmen resultiert aus den Zuwendungen des Landes f�r Sozialdienste aber auch die Mittelbereitstellungen f�r Sozialhilfe, Investitionen in die Sozialdienste, f�r die Themenwege und freiwerdende Gelder aus Durchgangsposten sind betr�chtlich. Ersparnisse und damit zus�tzliche Mittel haben sich aus der Umorganisation der Zentraldienste ergeben. Insgesamt eine sehr erfreuliche Entwicklung, der die Bezirksr�te geschlossen zustimmten.
Des weiteren stand die Genehmigung eines Reglements f�r Repr�sentationsausgaben zur Abstimmung. Dieses Reglement war von der Gesch�ftsf�hrung der Eisacktaler Bezirksgemeinschaft in Abstimmung mit den acht anderen Bezirksgemeinschaften des Landes erarbeitet worden. Es regelt im Einzelnen die Berechtigung� von Ausgaben bei Empf�ngen, Veranstaltungen und Bewirtungen und soll nicht nur dazu dienen, diese Aufwendungen in vertretbarem Rahmen zu halten, sondern auch helfen, Missverst�ndnisse �ber die Notwendigkeit solcher Ausgaben zu vermeiden. Diesem f�r die Verwaltung und dem Haushalt n�tzlichen Instrument wurde ebenfalls geschlossen zugestimmt.
Einstimmig votiert wurde auch f�r die Ab�nderung der Personaldienstordnung, welche durch die ver�nderte Gesetzgebung erforderlich geworden war. Dabei ging es um Regelungen der Zweisprachigkeit, des Zuverdienstes von Arbeitnehmern im �ffentlichen Dienst, Zugangsvoraussetzungen u.�.
Anschlie�end wurde eine Diskussion zu einer umfangreichen T�tigkeits- und Aufgabenliste gef�hrt. Erfreulich war, dass die erforderliche Personal�nderungen in der Verwaltung der Bezirksgemeinschaft vom Land genehmigt wurden. Bedauert wurde, dass der Bau einer Photovoltaikanlage im Abfallwirtschaftszentrum von der Mehrheit der Gemeinden in der Bezirksgemeinschaft abgelehnt wurde � die zu erwartenden Energieeintr�ge seien im Hinblick auf die Investition nicht ausreichend. M�glicherweise eine kurzsichtige Entscheidung bei steigenden Preisen f�r fossile Energietr�ger. Gro�e Zustimmung dagegen f�r das touristische Konzept der Themenwege von denen sechs der in Planung bzw. Ausf�hrung begriffenen Strecken mit rund 1 Mio. Euro gef�rdert werden. Den h�chsten Anteil erh�lt dabei der Themenweg durch die Rienz-Schlucht, der hundert Jahre nach seiner Einweihung im Andreas Hofer Jahr 1906 im kommenden Jahr 2006 wieder mit einer Br�cke �ber die Rienz begehbar sein soll. Die Bezirksr�te beantragten, bei der n�chsten Sitzung mit der Verwaltung der Italienischen Staatsbahnen zum Thema Schallschutz einbezogen zu werden. Die vorangegangenen Messungen haben ergeben, dass die L�rmbel�stigung durch die Z�ge im Eisacktal �ber den zul�ssigen H�chstwerten liegt. Verbesserungen m�ssen an der L�rmquelle direkt vorgenommen werden: an den R�dern der Waggons. Das kann durch modernes Rollmaterial, Abschleifen der Schienen und niedrigen L�rmschutzw�nden direkt an den Geleisen in Radh�he erfolgen. In diesem Zusammenhang f�hlt sich die Gemeinde Feldthurns mit ihren Einw�nden gegen die Lage der Zulaufstrecke S�d zum Brennerbasistunnel und den daraus resultierenden Bel�stigungen nicht gen�gend ernst genommen. Einw�nde wurden auch gegen die Bepflanzung mit nicht standortgerechten B�umen an der neuen Deponie Sachsenklemme erhoben � eine naturnahe Bepflanzung wurde gew�nscht. Angesprochen wurde auch der Schutz minderj�hriger Jugendlicher, f�r den nicht gen�gend ausgebildete Sozialarbeiter verf�gbar sind. Hier sind allerdings auch die Familien gefordert � nicht alles kann dem Staat oder der Region �berlassen werden. Hier ist besonders die Integration ausl�ndischer Jugendlicher ein vordringliches Problem, das nicht mit populistischen Parolen und Stimmungsmache gel�st werden kann. Die Bezirksr�te pl�dierten f�r ein gesellschaftliches Umdenken, das mit entsprechender �ffentlichkeitsarbeit flankiert werden muss. Sehr geeignet dazu ist das bereits gut erprobte Projekt HIPPI, das schon vor einiger Zeit von der Bezirksgemeinschaft vorgestellt wurde. Schlie�lich wurde noch das Thema der Integration ausl�ndischer Frauen angesprochen. Dieser Personenkreis wird derzeit weitgehend alleine gelassen und leidet teilweise sehr unter den Vorurteilen, die diesen Frauen in der �ffentlichkeit entgegengebracht werden.
Insgesamt eine sehr aufschlussreiche Diskussion, die vor allem das erfreuliche soziale Engagement und die gesellschaftliche Verantwortung zeigte, auf der ein Gro�teil der Arbeit der Eisacktaler Bezirksgemeinschaft beruht.
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