Bezirksgemeinschaft Eisacktal
Pressemitteilung
�Die Verkehrsproblematik im Eisacktal�
Zu einem Informationsabend mit diesem Thema hatte die Bezirksgemeinschaft Ei-sacktal am Mittwoch, dem 15. April 2009 in das Haus Voitsberg in Vahrn eingeladen. Vier Referenten stellten Vorschl�ge zur Bahnstreckenf�hrung, zu den Bahnh�fen und zum L�rmschutz vor.
Die Bezirksgemeinschaft Eisacktal f�hlt sich nicht nur f�r die ihr �bertragenen Aufga-ben der Sozialdienste, der Umweltaufgaben und der Verkehrstechnik verantwortlich wie Pr�sident Dr. Artur Scheidle eingangs betonte sondern auch f�r �bergemeindli-chen Probleme , welche die Menschen in ihrem Zust�ndigkeitsbereich belasten wie etwa der Verkehr auf Stra�e und Schiene. Da die Nutzung des Schienenverkehrs aus �kologischen und �konomischen Gr�nden immer wichtiger geworden ist und von weiten Kreisen der Bev�lkerung angenommen wird, sollte es an dem inzwischen vierten von der Bezirksgemeinschaft gestalteten Vortragsabend um Anforderungen an die Bahn im Eisacktal gehen.
Zun�chst sprach Dr.Ing. Gunnar Mintha zur �Realisierung der Riggertalschleife�. Sein B�ro M+M hatte zusammen mit dem Ingenieurb�ro Geoconsult und dem Architektur-b�ro SO den vom Assessorat f�r Mobilit�t ausgeschriebenen Wettbewerb zur Lage der Riggertalschleife, der k�rzeren Bahnverbindung von Brixen ins Pustertal, gewon-nen. Mintha stellte dazu drei grunds�tzliche Varianten vor: die kurze Schleife vor der Franzensfeste, eine weite Schleife �stlich des Riggertales und eine mittlere Verbin-dung durch einen Tunnel zu einer Br�cke, die parallel zur bestehenden Stra�enbr�-cke verl�uft und einen Bahnhof zwischen Aicha und Schabs vorsieht. Diese L�sung wurde zu einer �berzeugenden Entwurfsreife ausgearbeitet, die auch im Fachpubli-kum gro�e Zustimmung fand. Sie k�nnte zu einer Verk�rzung der Fahrtzeit zwischen Bruneck und Bozen von etwa einer Viertelstunde f�hren. Leider ist noch ungekl�rt, ob, wann und wie dieser Vorschlag des Ideenwettbewerbs weiterbearbeitet wird.
Als n�chster hatte Ing. Winfried Theil zum Thema �Reaktivierung der Bahnh�fe� das Wort. Theil hatte im Auftrag des Landes die Bahnh�fe in S�dtirol und im Trentino un-tersucht und weitere Haltepunkte gem�� des analysierten Bedarfs vorgeschlagen. Dabei k�nnten zahlreiche der stillgelegten Bahnh�fe vor allem an der Brenner- und Pustertalstrecke wieder ge�ffnet werden um m�glichst gut von den Einwohnern im Einzugsgebiet von meist 500m Umkreis erreicht zu werden. Einige der Baudenkm�-ler aus der Pionierzeit des Eisenbahnverkehrs k�nnten dabei reaktiviert werden � wie etwa Blumau � oder neu gebaut werden � wie etwa Vahrn. Diese Arbeit ist in einer Brosch�re zusammengefasst worden, die an diesem Abend verteilt wurde und auch beim Assessorat f�r Mobilit�t erh�ltlich ist.
Architekt Uli Weger wurde im Jahr 2007 von der Gemeinde Vahrn im Zusammen-hang mit den �berlegungen zu einem neuen Bahnhof mit der Analyse der st�dtebau-lichen Situation von Vahrn und mit der Erstellung eines langfristigen Leitbildes Beauf-tragt. Vahrn ist durch die Autobahn, die Staatsstra�e und die Eisenbahn wie kein an-derer Ort im Eisacktal zweigeteilt in das Oberdorf und das L�wenviertel, das man bereits als zu Brixen zugeh�rig empfinden k�nnte. Das Leitbild sieht einen neuen Bahnhof am Feuerwehrhaus vor. Ein zentrale Fu�- und Fahrradwegachse, der histo-rische Wiesenweg, bildet den Mittelpunkt der �sanften�Erschlie�ung einer zusam-menwachsenden Ortsmitte, deren Vorbedingung die Vertunnelung der Autobahn ist. Eine sehr interessante aber langfristig zu betrachtende Entwicklungs�berlegung
Zum Schluss sprach Amtsdirektor Dr. Georg Pichler �ber den �L�rmschutz entlang der Brennerlinie�. Zun�chst stellte er die gesetzlichen Grundlagen des L�rmschutzes dar, die sich wesentlich ge�ndert haben: bis 1998 war die RFI f�r die Einhaltung der Dezibelgrenzen innerhalb der Bannstreifen der Bahnlinien zust�ndig � seitdem muss dieser L�rmschutz in der jeweiligen Baukonzession nachgewiesen werden. Von der EU werden derzeit L�rmschutzrichtlinien mit L�rmkatastern und Aktionspl�nen erar-beitet. Der beste L�rmschutz besteht allerdings in modernster Zugtechnik � etwa bei den neuen Z�gen der Vinschger- bzw. Pustertalbahn. Alle anderen Ma�nahmen, wie Schienenabsorber und L�rmschutzw�nde bringen nur unzureichende Ergebnisse. L�rmschutzw�nde sind etwa v�llig wirkungslos f�r Geb�ude an den H�ngen ober-halb der Bahnstrecken. Hier zeigen nur noch L�rmschutzfenster Wirkung.
Pr�sident Dr. Scheidle stellte abschlie�end das Projekt einer Studie der Bezirksge-meinschaft zur L�rmsanierung in Zusammenarbeit mit der schweizerischen PROSE AG vor, die vom Land S�dtirol finanziell gef�rdert wird und er�ffnete die anschlie-�ende, lebhaft gef�hrte Diskussion.
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