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Fragen an Wittfrida Mitterer
Wie ist das Kuratorium entstanden?
Es wurde am 31.5.1990 auf Anregung von Karl Nicolussi-Leck gegr�ndet. Ich war von Anfang an dabei. Technische Einrichtungen vor allem der Gr�nderzeit faszinieren mich als baukulturelle Zeitzeichen. Unser Ziel ist nicht die nostalgische Erhaltung sondern die �bertragung in den heutigen Kontext um als Ideenschmiede Kontinuit�t und Identit�t technischer Innovationen f�r die �ffentlichkeit herzustellen � z.B. mit unserem Technikmuseum im Internet (www.technikmuseum.it).
Wie wird Ihre Arbeit finanziert?
Wir erhalten vom Assessorat f�r Deutsche Kultur j�hrlich 26 000 Euro � damit allein k�nnten nicht wirtschaften. Unsere Projekte werden einzeln von Sponsoren aus der Industrie, den mittleren und kleinen Unternehmen und auch von engagierten Privatpersonen unterst�tzt. Auch kann jedermann f�r 50 Euro/a Mitglied werden. Politische Unterst�tzung erfahre ich aus den Verbindungen meiner fr�heren T�tigkeit im Landespresseamt und sehr wertvoll ist die wissenschaftliche Beratung durch meine Hochschult�tigkeit in Innsbruck und Rom � aber unsere Arbeit wird erst durch Eigenleistung und Voluntariat m�glich.
Haben Sie einen Traum?
Ja, die institutionelle Bewahrung Technischer Kulturg�ter unseres Landes, das viele kreative K�pfe und Erfinder hervorgebracht hat � denken Sie an Peter Mitterhofer, den Erfinder der Schreibmaschine, an Max Valier oder daran, dass die erste Seilbahn der Welt auf Kohlern gebaut wurde. Unsere Bahnh�fe bilden ein Ensemble von europ�ischer Einzigartigkeit. Es fehlt das Bewusstsein f�r diese Werte, die unter Denkmalschutz geh�ren � wie etwa in Deutschland seit langem. Aber auch eine grenz�berschreitende, finanziell gut abgesicherte Zusammenarbeit um den europ�ischen Erfindergeist � meist aus Not und Armut entstanden � als moralische Kategorie f�r kommende Generationen darzustellen.
Andreas Gottlieb Hempel
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