Dienstag, 16.11.2010 | Bezirksgemeinschaft Eisacktal Pressemitteilung

Bezirksgemeinschaft Eisacktal

Pressemitteilung

Seit sechs Jahren gibt die Bezirksgemeinschaft Eisacktal als einzige der S�dtiroler Bezirksgemeinschaften j�hrlich eine Sozialbilanz heraus. Im Zusammenhang mit dem Finanzplan ist die Sozialbilanz nicht nur ein Zahlenwerk . Sie ist dar�ber hinaus eine ganzheitliche Zusammenschau der Ziele und T�tigkeiten. Ohne Zielsetzungen laufen alle T�tigkeiten ins Leere. Aber auch bei realistischer Zielsetzung k�nnen nicht immer alle Ziele im vorgegebenen Jahreszeitraum erreicht werden. Einige Zielsetzungen k�nnen nur �ber mehrere Jahre erreicht werden, was nicht nur an der Kompetenz oder Durchsetzungsf�higkeit der Bezirksgemeinschaft Eisacktal liegt sondern h�ufig von Faktoren abh�ngt, die von Au�en vorgegeben sind � das betrifft nicht nur die finanziellen M�glichkeiten sondern auch politische und inhaltliche Vorgaben.

Dar�ber hinaus muss immer beachtet werden, dass die Bezirksgemeinschaft Eisacktal bei der Organisation und Finanzierung �bergemeindlicher Projekte mit ihrer Zentralverwaltung eine Dachorganisation von 13 selbst�ndigen Betrieben ist - in ihr befinden sich die Mitgliedsgemeinden Barbian, Brixen, Feldthurns, Klausen, Lajen, L�sen, M�hlbach, Natz-Schabs, Rodeneck, Vahrn, Villanders, Villn�ss und Waidbruck. Sie hat somit eine wichtige Funktion in einer dezentralisierten Verwaltung, die eine gr��ere Mitbeteiligung der B�rger zum Ziel hat. Als �bergemeindliche Verwaltungsstruktur vertritt sie die Belange des Bezirks mit geeigneten Ma�nahmen und setzt als K�rperschaft des �ffentlichen Rechts die zur Verf�gung stehenden Geldmittel f�r den Sozial- und Umweltbereich ein. Neben den Sozial- und Umweltdiensten sorgt sie f�r �bergemeindliche Trinkwasseranlagen, ein Radwegenetz, einen �ffentlichen Schlachthof, die Durchf�hrung �ffentlicher Arbeiten und f�r Konzepte der Verkehrs- und Regionalentwicklung.

Die Sozialbilanz 2009 weist in ihrer Abschlussrechnung Einnahmen von 28.34 Mio. und Ausgaben von 28.82 Mio. mit einem Verwaltungs�berschuss von 2 Mio. aus. Der Gro�teil der Einnahmen bestand mit �ber 57% aus den Zuweisungen des Landes r�ckl�ufig (60% in 2008) und mit fast 22 % aus den fast gleichgebliebenen Beitr�gen der Gemeinden. Die Einnahmen von Privaten und Unternehmen sind mit �ber 15% im Vergleich zum Vorjahr um 2% gestiegen und machen den drittwichtigsten Einnahmeteil aus. Die Finanzautonomie hat sich dadurch auf fast 40% gegen�ber den Vorjahren verbessert � sie misst den prozentuellen Anteil der eigenen Einnahmen an den gesamten Einnahmen und zeigt den Stand finanzieller Abh�ngigkeit von den Zuweisungen des Landes. Zu den Beitr�gen der Gemeinden ist anzumerken, dass diese f�r den Wert ihrer Zahlungen etwa das eineinhalbfache an Leistungen erhalten. In Zahlen ausgedr�ckt liest sich das Verh�ltnis aus einer seit Jahren gleich gebliebenen pro Kopf-Quote von 1,45 Euro mit der Beitragssumme von rund 71.000.- � gegen�ber einer Ausgabensumme von 76.000.- � zuz�glich etwa 34.000.- f�r Verwaltungsleistungen, gesamt zu 120.000.- Euro � also ein betr�chtliches finanzielles Plus f�r die Gemeinden, die dar�ber hinaus Leistungen erhalten, die sie selber nicht erbringen k�nnten wenn man etwa an die Regionalplanung, die Wander- und Fahrradwege, Soziales und Umwelt denkt.

Die Bezirksgemeinschaft besch�ftigt derzeit als einer der gr��ten Arbeitgeber im Eisacktal 282 Mitarbeiter, deren Geh�lter etwa 40% der Ausgaben beanspruchen. Mit der Erweiterung der Citybuslinien, der Fahrradwege und des Wanderwegenetzes hat die Bezirksgemeinschaft erhebliche Verbesserungen des Verkehrswesens und des Tourismus erreichen k�nnen � das hat sich nat�rlich im Ausgabenbereich niedergeschlagen. Dennoch machen die Sozialdienste wie bisher mit fast 71% den gr��ten Anteil des Ausgabenbereiches aus. Dabei ist die finanzielle Sozialhilfe auf rund 10% der Ausgaben um ein Drittel gestiegen, was ein Hinweis auf die Auswirkung der Wirtschaftskrise ist. Die Ausgaben f�r die Umweltdienste belaufen sich auf rund 22% w�hrend die Kosten der Zentralverwaltung als Anteil an den Gesamtausgaben auf 5.45 % gefallen ist. Durch die Umorganisation der vergangenen Jahre wurden damit �ber 100.000,- Euro f�r die Arbeit der Zentralverwaltung eingespart, wenn man den Inflationsausgleich und die Gehalterh�hungen seit 2004 und die gleichzeitige �bernahme weiterer Aufgaben ber�cksichtigt. Diese Einsparungen in der Verwaltung bei gleichbleibendem Personalstand ist nur ein Effekt der vorgenommenen Optimierungen. Diese Einsparungen kommen den Investitionen zugute, die sich allerdings im Jahr 2009 mit nur 2.7 Mio. auf dem niedersten Stand der letzten Jahre befand, nachdem vor allem im Jahr 2007 mit 12.5 Mio. den gro�en Vorhaben Rechung getragen werden musste, die nunmehr abgeschlossen sind. Bemerkenswert hoch war auch der Kassenbestand am Jahresende 2009 mit rund 3.5 Mio. Euro,

Abschlie�end soll noch auf eine Personalver�nderung bei der F�hrung der Sozialdienste hingewiesen werden:

Nach dem Ausscheiden von Dr. Josef Pichler, der eine Aufgabe in der Landesverwaltung Bozen �bernommen hat, wurde Dr. jur. Thomas Dusini, Jahrgang 1965, mit der F�hrung der Sozialdienste beauftragt. Er hat nach einem Jahrzehnt Lehrt�tigkeit an der Mittelschule als Schuldenberater bei der Caritas gearbeitet und ist seit Juli 2007 als Verwalter und Sozialsprengelleiter bei der Eisacktaler Bezirksgemeinschaft t�tig. Dar�ber hinaus hat Dr. Dusini einige Zusatzausbildungen absolviert und ist durch ein Ausleseverfahren aufgenommen worden. Mit ihm hat die Gesch�ftsf�hrung als interne L�sung seit dem 1. Juni 2010 einen f�higen und erprobten Mitarbeiter aus den eigenen Reihen auf diesen verantwortungsvollen Posten berufen, der als ausgeglichener Charakter und mit gro�er Kompetenz sich die Sympathie seiner Mitarbeiter l�ngst erworben hat.

Brixen, den 4.6.2010

Andreas Gottlieb Hempel



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Andreas Gottlieb Hempel
Prof. Dipl.-Ing. Architekt & Publizist
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