Dienstag, 16.11.2010 | Dolomiten Baukultur Oktober 2010 Kleiner Text

Dolomiten Baukultur Oktober 2010 Kleiner Text

Vier Fragen an Armin Kobler
Urbanistikreferent in Margreid

In Margreid gibt es neben beispielhafter moderner Architektur kaum st�rende Neubauten - warum?

Margreid mit dem urban gepr�gten Dorfkern ist von negativen Entwicklungen weitgehend verschont geblieben weil das Dorf eine kleinteilige Wirtschaftsstruktur hat. Viel Obst- und Weinbau, etwas Handwerk und Angestellte, die vielfach au�erhalb arbeiten aber die gute Wohnlage nutzen. Die Gemeindeverwaltung will diese vorteilhafte Mischung erhalten und funktionale sowie gestalterische Baus�nden vermeiden.

Einkaufsm�rkte sucht man in Margreid vergebens � wieso?

In Margreid gibt es gl�cklicherweise mehrere kleine Gesch�fte f�r die Nahversorgung � auch mit spezialisiertem Angebot. Gr��ere Einkaufsstrukturen gibt es im nahen Neumarkt. Deshalb waren solche Einrichtungen hier bisher nicht n�tig.

Wie wirken bauliche Ver�nderungen auf die B�rger?

Das gut erhaltene Ortsbild Margreids wurde von den Besuchern und sp�ter auch von den Einwohnern sehr gesch�tzt. Die Renovierung und Umnutzung von altem Bestand durch f�hige Planer zeigt, dass qualit�tvolle moderne Architektur durchaus in einen interessanten Dialog mit alter Bausubstanz eintreten kann. Das wird von der Bev�lkerung akzeptiert und ist von Bestand � f�r mich ein Zeichen wirklich guter Architektur.

Welche Schwerpunkte sollen das Bauen bestimmen?

Das Bewusstsein f�r Qualit�t f�rdern und das Gef�hl f�r gute Architektur festigen, um Fehlentwicklungen schon in der Planungsphase zu bemerken. Das setzt auch einsichtige Bauherrn und Planer voraus. Zwischen "orts�blich" und "ortsgerecht" ist ein Unterschied - Fehlplanungen m�gen bisweilen orts�blich sein, ortsgerecht sind sie nie. Strenge Vorschriften k�nnen gute L�sungen verhindern, Qualit�tsbewusstsein sie jedoch f�rdern � dazu ist vor der Baugenehmigungsphase eine kompetente Bauberatung ebenso n�tig wie zus�tzlich gut verst�ndliche Informationsveranstaltungen der Gemeinde zu Planungs- und Baufragen.

Die Fragen stellte Andreas Gottlieb Hempel



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Andreas Gottlieb Hempel
Prof. Dipl.-Ing. Architekt & Publizist
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