Pressemitteilung Wiederspahn
Das ThyssenKrupp Quartier, Essen.
Der Sonnenschutz f�r das Verwaltungszentrum ist eine weltweit einzigartige L�sung
Auf ehemaligem Industriegel�nde in Essen entsteht das ThyssenKrupp Quartier als neuer Stadtteil. Eine Konzernzentrale, die sich nicht abschlie�t sondern sich den B�rgern �ffnet. B�rogeb�ude f�r innovative Entwicklungen verbinden sich dabei als Campus mit dem �ffentlichen Raum Die Architektur mit dem Blick durch das Verwaltungszentrum symbolisiert transparente Entscheidungen. Aber auch die Arbeitspl�tze erhalten gro�z�gigen Zuschnitt durch teilweise offene Grundrisse nach neuesten Erkenntnissen der B�roorganisation. R�umliche Weite entsteht durch die Fassaden als einer Pfostenriegelkonstruktion mit Edelstahlprofilen und raumhoher Verglasung f�r gro�z�gige Ausblicke, die dem Arbeitsklima zugute kommen.
Der Prim�rfassade mit nach au�en �ffnungsbegrenzten Drehfl�geln wurde ein v�llig neu entwickeltes Sonnenschutzsystem aus Edelstahl als zweite Fassadenebene vorgesetzt, das mit ca. 380.000 Lamellen dem Bau sein Gesicht gibt. Es wandelt sich dynamisch je nach Sonneneinfall: an sonnigen Tagen oder etwa bei Sturm wird die Fassade v�llig geschlossen und bietet sich als silbrig-gl�nzende Fl�che dar w�hrend sie an bedeckten Tagen den Blick auf die dahinter liegende Glasfassade freigibt bzw. den v�llig freien Ausblick von Innen erm�glicht. Dies ist durch die neuartige Befestigung der nach eingehenden Forschungsarbeiten besonders geformten Lamellen von 7 cm Breite und 2 Millimeter St�rke m�glich: sie sind an senkrechten Vollwellen befestigt, die sich in einer sie umgebenden Hohlwelle so drehen lassen, dass sie nach au�en zusammengefaltet werden k�nnen. Die Innenachse erm�glicht so das stufenlose Drehen der Lamellen nach dem Sonnenstand bis zur v�lligen �berdeckung, so dass keine Sonnenstreifen st�rend in die Arbeitsr�ume fallen k�nnen.
Die Entwicklungsarbeit der S�dtiroler Firma Frener & Reifer an dieser revolution�ren Fassadentechnik wurde durch das Fraunhofer-Institut f�r solare Energiesysteme mit w�rmetechnischen Untersuchungen begleitet. Dies f�hrte dazu, dass die Oberseiten der Lamellen poliert und die Unterseiten matt gestrahlt wurden w�hrend die �brigen Teile auch aus Gr�nden der Wartung einen feinen Microlonschliff erhielten. Ebenfalls durch eingehende Entwicklungsarbeit wurde als beste L�sung im Hinblick auf Herstellung, Montage, Korrosion, Logistik und Kosten die Schraubverbindung aller Teile gew�hlt. Angetrieben wird die Verschattung mit jeweils zwei Motoren f�r immer vier Lamellenb�ume bis zur Windgeschwindigkeit von 70 km/h. Die Motoren sind ohne Verschlei�teile mit wartungsfreien Getrieben versehen, die eine Betriebsdauer von �ber 10 Jahren haben.
Die Prim�rfassade ist am Geb�ude vom 1. bis 13. Stock h�ngend ausgef�hrt und ruht im Erdgeschoss auf einer Basiskonstruktion. Der au�en liegende Sonnenschutz ist mit ihr �ber T-f�rmige Konsolen verbunden. Dabei wurden genaue Berechnungen angestellt um die Vertikallasten f�r die Fassade so gering wie m�glich zu halten. Daraus resultierte schlie�lich die Pakettiefe der Lamellen von 70 Millimeter. Neben den rund 380.000 Lamellen wurden �ber 3.000 Lamellenb�ume mit insgesamt etwa 1.6 Millionen Befestigungs- und Verbindungsteilen produziert und montiert. Zahlen, die man bei dem h�chst eleganten Eindruck der Fassade aus Edelstahl vergisst � diese symbolisiert den Produktbereich, der ThyssenKrupp gro� gemacht hat.
(3.422 Z.m.Zw.)
Text f�r die Zeitschrift �Umrisse�
An Herrn Wiederspahn
mwiederspahn@verlagsgruppewiederspahn.de
Das VitraHaus in Weil am Rhein mit minimo-FR
Die Vitra-Home-Collection wird in ihrem neuen Geb�ude, dem VitraHaus der Architekten Herzog & de Meuron, durch die Verglasungen mit minimierten Profilen ins rechte Licht gesetzt. Die Glas- und Metallbau GmbH Frener & Reifer, Brixen/S�dtirol, hat hier neue Ma�st�be an Pr�zision gesetzt.
Als Rolf Fehlbaum die M�belfabrik Vitra seines Vaters �bernahm, inspirierte ihn seine Zusammenarbeit mit Architekten zu einem im Gewerbebau einmaligen Konzept: alle neuen Geb�ude auf dem Firmengel�nde lie� er von internationalen �Stars� entwerfen. Das Feuerwehrhaus ist eines der ersten Bauten von Zaha Hadid. Buckminster Fuller konstruierte hier eine seiner geod�tischen Kuppeln und Jasper Morrisson designte daneben das H�uschen der Bushaltestelle. Neben der Geb�udeskulptur des Vitra-Museums baute Frank Gehry eine Fabrikhalle, zwei weitere stammen von Alvaro Siza und Michael Grimshaw. Der Japaner Tadao Ando plante mit dem Konferenz-Pavillon sein erstes Geb�ude in Europa und seine Landsleute Sejima & Nishizawa die neue Logistikhalle. Im Februar 2010 stellten die Basler Architekten das VitraHaus als Ausstellungsgeb�ude f�r die von Vitra produzierten M�bel fertig � hier werden jetzt Besucher empfangen
Mit dem Vitra-Campus ist ein Architekturensemble entstanden, das neben den innovativen Einrichtungsgegenst�nden von Vitra ein Reiseziel aller an moderner Architektur Interessierter geworden ist.
Die au�ergew�hnlichen Entw�rfe kreativer Architekten konnten nur im Zusammenspiel mit innovativen Firmen ausgef�hrt werden. So war es auch beim VitraHaus. Herzog & de Meuron sind l�ngst international bekannt f�r ungew�hnliche Geb�udeformen und raffinierte Details, die ohne hochqualifizierte Ausf�hrungspartner nicht umzusetzen sind. Der Entwurf des VitraHauses basiert auf der in einander verschachtelten Schichtung lapidarer Hausgrundformen: langgestreckte, im Querschnitt quadratische R�hren mit Satteldach. Die wie zuf�llig erscheinende Schichtung l�sst das Geb�ude von weitem wie gestapelte Einfamilienh�user einer Vorortsiedlung erscheinen. Es ergeben sich jedoch innen - neben einem wunderbaren Zentralraum im mittigen Schnittpunkt - vielf�ltige, geradezu intime Innenr�ume. Sie sind f�r eine M�belausstellung h�chst geeignet, weil sie den Ma�stab ganz normaler Wohnr�ume simulieren - man f�hlt sich fast wie zuhause. Dennoch ist die notwendige Distanz von Ausstellungsr�umen gegeben: einmal durch die einheitlich dunkle Einf�rbung des �u�eren � nur im Erdgeschoss vermitteln Holzboden und Holzfassade einladende Gem�tlichkeit � und zum anderen durch den gleichf�rmigen wei�en Innenputz.
Das besondere sind jedoch die �Fenster� der gestapelten H�user an den Giebelseiten, die das Licht bis tief in die R�ume bringen sollen. Sie sitzen genauso scharfkantig und pr�zise wie alle anderen Baudetails an den Enden der Hausr�hren von denen man vielf�ltige Ausblicke in die umgebende Landschaft hat. Da w�rden massige Profile nur st�ren. St�ren w�rden sie auch die abendlichen Einblicke in die hell erleuchteten R�ume. So kam f�r die Architekten nur das von Frener & Reifer entwickelte weltweit schmalste Pfosten-Riegel-System mit einer Ansichtsbreite von 30 mm infrage. Es erhielt 2006 auf der Glastec in D�sseldorf den AIT Innovationspreis Architektur und Glas und den 1. Preis der Kategorie �Synthese� im Architektur- und Designwettbewerb der AIT und xia Intelligente Architektur.
Neben dem geradezu minimalistischen Erscheinungsbild hatte es f�r die 1.000 Quadratmeter Glasfenster und �fassaden des VitraHauses die besonders heikle Aufgabe, die Bewegungen der zw�lf biegesteifen R�hren der Betonkonstruktion aufzunehmen, die bis zu 15 Meter weit auskragen. Das minimo-FR-System nimmt diese Bauteilbewegungen mit +/- 30 mm auf. Eine gro�e Herausforderung war dabei die das jeweilige Element umlaufende Schattenfuge. Dazu bietet das System wie selbstverst�ndlich alle bauphysikalischen Anforderungen wie Glaseinbindung, W�rmed�mmung auch in den Anschlussbereichen sowie Schall- und Feuchteschutz.
Das Leistungsverzeichnis enthielt 46 Sammelpositionen, die auch die Detailplanung vor allem f�r die Sonderf�lle der Anschl�sse, Schiebet�relemente, Randeinfassungen, Giebelausbildungen usw. umfasste. Nach Stellung einer Musterfassade wurden alle Teile in 6 Monaten Gesamtbauzeit von 2008-2009 ausgef�hrt.
Kasten im Text (evtl. auf farblich abgesetztem Hintergrund):
Frener & Reifer Metallbau GmbH
mit Sitz in Brixen, S�dtirol, einem Zweitwerk in Rovereto, Trentino, sowie Niederlassungen in Augsburg, Moskau und New York bietet Planung, Fertigung, Montage, Projektleitung und Generalmanagement aus einer Hand im ambitionierten Team. Die besondere Situation der autonomen Provinz S�dtirol mit seiner kleinteiligen und hochmotivierten Gewerbestruktur hat zu einer idealen Verbindung von deutscher Pr�zisionstechnik mit italienischem Design gef�hrt. �ber 150 Mitarbeiter, Planer, Ingenieure, Techniker und Wirtschaftler arbeiten seit mehr als 35 Jahren �u�erst erfolgreich mit international bekannten Architekten zusammen.
Anschrift:
Alfred Ammon Stra�e 23
I-39042 Brixen (BZ)
www.frener-reifer.com
www.minimo-fr.com
Andreas Gottlieb Hempel